Warum Glyphosat die Aufwucherung im Darm mit Clostridien begünstigt?

Glyphosat blockiert den Shikimisäureweg (siehe unten Exkurs), der wichtig ist um die Aminosäuren Phenylalanin, Tyroin und Tryptophan zu synthetisieren. Dieser Syntheseweg kommt nicht beim Menschen vor, wir müssen diese essentiellen Aminosäuren zuführen. Unsere wichtigen Darmbakterien wie E. coli, Lactobazillen und Bifidobakterien reagieren sehr empfindlich auf das Glyphosat und diese Stoffwechselblockade, während die Clostridien als ihre Antagonisten resistent sind.

Im Großen und Ganzen läuft der Shikimisäureweg in den verschiedenen dazu befähigten Organismen ähnlich ab, im Detail existieren jedoch Unterschiede. Das folgende Reaktionsschema bezieht sich  auf den relativ gut erforschten Shikimisäureweg des Bakteriums e. coli bezieht.

 

 

 

 

 

 

Foto: wikipedia

In der Heilpraktikerpraxis, in der ich seit 2013 regelmäßig Stuhlfloraanalysen mache, kann ich beobachten, dass die Gesamtzahlen an Lactobazillen abnehmen. Der Normwert für Laktobazillen liegt zwischen 1x 105 bis 1x 107, leider sind in den letzten Jahren die Anzahl der Laktobazillen drastisch gesunken, so sind Stuhlwerte von 1×103 keine Seltenheit.

->->-> Auch Befunde in denen alle drei Gruppen – e. coli, Laktobazillen, Bifidobakterien – erniedrigt sind, nehmen zu.

Warum Laktobazillen & Co. so wichtig sind, können Sie gerne hier erfahren. Darmbakterien/Mikrobiota

Da Glyphosat in fast allem nachweisbar ist, sogar in Muttermilch, Tampons und Bier, ist es sehr schwierig sich einer Exposition zu entziehen. Aber wer langfristig einen gesunden Darm, sprich ein gut funktionierendes Mikrobiom haben möchte, sollte definitiv nur noch Bio einkaufen.

Exkurs: Shikimisäureweg

Shikimisäureweg, Shikimat-Weg, der bei Pflanzen und Mikroorganismen vorkommende Stoffwechselweg, in dem aus einfachen Kohlenhydratvorstufen Erythrose-4-phosphat und Phosphoenolpyruvat über die Namen gebende Shikimisäure (Shikimat) und Chorismat als Zwischenprodukte aromatische Aminosäuren oder pflanzliche Phenole (sekundäre Pflanzenstoffe) synthetisiert werden. Tieren fehlt der Syntheseweg, sodass bei ihnen die aromatischen Aminosäuren Phenylalanin, Tryptophan und Tyrosin als essentielle Aminosäuren bezeichnet werden und zugeführt werden müssen.

Quelle: http://www.spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/shikimisaeureweg/10787

 

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