Candida – Diagnostik

Treffen wir immer nur auf Candida? An chronischen Pilzinfektionen sind oft auch andere Pilzarten beteiligt, wie Aspergillus und Cryptoccus. Sie sind in Ihren Eigenschaften und Zyklen denen von Candida albicans sehr ähnlich.

Warum sind Candida & Co. so gefährlich? Aufgrund der Stoffwechselprodukte der Pilze. Diese Toxine, die sie ausscheiden können für den Organismus sehr belastend sein. Diese Mykotoxine, wie Gliotoxin, Kojisäure, Ochratoxine, Rubratoxine, Rugolosin sind vor allem hepatotoxisch (leberschädigend).

Das Problem bei der Diagnostik ist, dass viele der Symptome zu allgemein sind und darum leicht als Symptome einer anderen Krankheit angesehen werden können, wie z.B. Reizdarmsyndrom, CFS, Depressionen, Morbus Crohn/Colitis Ulzerosa, Störungen im Zentralen Nervensystem (ZNS).

Nachweis von Candida im Urin: Der Arabinitol Test.

Laborchemische Analyse von D-Arabinitol im Urin zur Bestimmung eines übermäßigen Hefewachstums im Darm. Natürlicherweise tritt der Zucker-Alkohol Arabinitol in Form von D- und L-Arabinitol auf. Nur D-Arabinitol wird von Candida spp. wie Candida albicans, C. tropicalis und C. parapsilosis produziert und sollte dieser Wert erhöht sein, kann man von einer adhärierenden Hefeflora ausgehen.

Der Nachweis von Candida-Antigenen im Blut: Ein Test auf Candida-Antikörper – IgG, IgA und IgM. Erhöhte Werte dieser Antikörper zeigen ein übermäßiges Candida-Wachstum an.

Nachweis von Candida in einer Stuhlprobe:  Hier wird eine Stuhlprobe gezogen und ins Labor geschickt. Aufgrund einer nicht kontinuierlichen Abgabe von Pilzen, bzw. Pilzresten kann es auch zu falsch-negativen Ergebnissen kommen. Hier kann Essigwasser ca. 3 Tage vorher jeden Tag genosssen, die Pilze „austreiben“.

Nachweis von Candida im Urin mit der Spagyrik: Bei dieser Untersuchung wird der Urin eingesandt und spagyrisch aufbereitet, dass heißt nach einem strengen Verfahren eingedampft. Es wird ein Kristallisat gewonnen und diese Struktur7Textturen, die sich bildet zeigt auf ob sich im Körper Pilze und Pilztoxine befinden und wie weit diese in den Körper vorgedrungen sind. Das Auswertungsergebnis wird im Rahmen der Therapie durch den Heilpraktiker besprochen. Dies ist ein naturheilkundlicher Weg der Diagnostik.

 

Weitere spezielle Tests:

Das immundiagnostische Verfahren T-cellspot® Candida gibt Aufschlüsse über die Wechselbeziehungen zwischen fakultativ pathologischen Hefepilzen und dem Patienten.

Labor:

Der T-cellspot® erlaubt eine Differenzierung zwischen allergischer Reaktion und Entzündung/Infektion durch Candida albicans. Somit ist es möglich, die klinische Relevanz eines kulturellen Stuhlbefundes zu beurteilen und eine transiente Mykoflora von einer kommensalen bzw. pathogenen Mykoflora zu unterscheiden.

T-cellspot® Candida:
Der T-cellspot® Candida basiert auf dem Nachweis der spezifischen
Sekretion von Interferon-gamma (IFN-[1]), einem Leitzytokin der TH1-Antwort, und Interleukin-10 (IL-10), einem Leitzytokin der TH2-Antwort. Im Test wird die Basalfreisetzung sowie die maximale Freisetzung dieser beiden
Zytokine nach Mitogenstimulation durch das Pokeweed-Mitogen (PWM) bestimmt. Weiterhin erfolgt eine Bestimmung der Freisetzung beider Leitzytokine nach Stimulation mit Candida-Antigen. Gesteigerte Messwerte im Vergleich zur Basalfreisetzung zeigen somit eine Verschiebung in Richtung TH1 oder TH2 an. Folglich kann – unter Berücksichtigung
des klinischen Bildes – mit Hilfe von Verlaufskontrollen zwischen allergischer Reaktion und Infektion unterschieden werden: Eine TH2-Reaktion ist nur in der Frühphase einer Infektion oder aber als Ausdruck einer Sensibilisierung zu erkennen. Letzteres würde durch eine Verlaufskontrolle bestätigt, die als Ergebnis abermals eine TH2-Reaktion zeigt. Läge eine Infektion vor, würde der T-cellspot® Candida nun
einen TH1-Shift anzeigen.

Das Testprinzip ist so sensitiv, dass bereits eine einzelne Zelle, die auf Candida albicans reagiert, nachweisbar ist. Da eine solche antigenspezifische Lymphozytenaktivierung oftmals deutlich vor einem messbaren Anstieg der Antikörper-Titer vorhanden ist, kann der T-cellspot® Candida diagnostische Lücken der Candida-spezifischen Serologie schließen.

Test – D-Mannose-Lektin – wiederholt Candidose

Der Stellenwert immundiagnostischer Untersuchungen ist bei Patienten mit rezidivierenden Candida-Infektionen außerordentlich bedeutsam, da es sich hier um ein Leitsymptom immunologischer Insuffizienzen handeln kann.
Während erworbene Immunschwächen durch Umweltbelastungen, Disstress oder chronische Mikronährstoff-Defizite in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen haben, leiden immerhin bis zu 30% der Bevölkerung an angeborenen Immundefekten (z. B. Mangel an Mannosebindendem Lektin).

Das üblicherweise in der Routine erhobene Differenzialblutbild reicht hier zur Beurteilung der Situation nicht aus, wenngleich eine hier bereits erkennbare Erniedrigung von Granulozyten und/oder Monozyten die Beeinträchtigung der Phagozytose anzuzeigen vermag.

Erhöhte Anfälligkeit für Pilzinfektionen durch Mangel an Mannose-bindendem Lektin (MBL). Das Mannose-bindende Lektin (MBL) ist ein wichtiger Faktor der angeborenen Immunabwehr und wird lange vor der Bildung spezifischer Antikörper aktiv („first line defenseof infection“). Das MBL wird im Sinne eines Akute-Phase-Proteins in den Hepatozyten gebildet. Während einer Akute-Phase-Reaktion können die MBL-Serumspiegel um das zwanzigfache steigen.

Die unzureichende MBL-Bildung zieht u.a. eine verminderte Resistenz gegen Candida albicans nach sich. MBL erkennt die spezifischen Kohlenhydratmuster auf der Oberfläche einer Vielzahl pathogener
Mikroorganismen wie Bakterien, Protozoen, Pilze und Viren und bindet dort. Dieser als Opsonierung bezeichnete Prozess zieht eine Antikörper-unabhängige Aktivierung des Komplementsystems nach sich, was zur Lyse und Phagozytose des Erregers führt.

Bei Patienten, die trotz unauffälligem Immunstatus und bei optimaler Mikronährstoff-Versorgung häufig unter rezidivierenden Candidosen leiden, sollte daher der MBLSpiegel bestimmt werden

 

Quelle:

Beckmann, Gero; Rüffler, Andreas: Mikroökologie des Darmes.

MVZ Labor Dr. Kirkamm GmbH

Labor Hauss; Mikrobiologische und enterale Diagnostik

HSI Institut http://www.spagyrik.com/hsi/index.php?option=com_content&task=view&id=31&Itemid=91

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